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Von der Zimtente waren lange Zeit nur zwei Unterarten beschrieben. SNIDER und LUMSDEN veröffentlichten 1951 eine Studie, in der sie die Art in folgende fünf Subspezies trennten: Argentinische Zimtente / Anden-Zimtente /Kolumbianische Zimtente / Gefleckte Zimtente / Nördliche Zimtente.
Lebensweise: Die Nördliche Zimtente zeigt in Biologie und Verhalten viele Gemeinsamkeiten mit der Blauflügelente. Beide leben in gleichen Biotopen, zur Brutzeit auf kleinen flachen, vegetationsreichen Teichen, an Seeufern und in Grassümpfen, auf dem Zuge und im Winterquartier in Reisfeldern oder flachen Lagunen. Die südlichen Unterarten bewohnen im wesentlichen gleiche Gewässertypen. Die in den gemäßigten Breiten der USA brütenden Populationen kehren ab März aus ihren Überwinterungsgebieten zurück und entfalten nun eine rege Aktivität in der Balz,bei den Paarungsflügen und in der Revierverteidigung. Eiablage zwischen Mitte April und Ende Juni, verstärkt im letzten Maidrittel. Die Nester werden auf trockenem Grund im Gras oder zwischen Kräuterstauden, weniger auf Sumpfwiesen oder direkt im Röhricht erbaut. Als Nistmaterial dienen trockene Halme. Vollgelege enthalten 9 - 10 fahl rötliche, gelbbraune, langgestreckte Eier. Die Brutdauer beträgt 24 bis 25 Tage. Das Paar hält bis gegen Ende dieser Zeit zusammen. Die Küken wachsen innerhalb der Uferzone, vom Weibchen geführt, heran.Bald nach dem Flüggewerden wandern sie in die Wintergebiete ab, wo Umfärbung in das Brutkleid, Balz und Paarung beginnen. Junge Zimtenten sind mit 10 - 11 Monaten geschlechtsreif. Die nördlichen Populationen ziehen südwärts bis Panama und Kolumbien, die argentinischen nordwärts in die Gebiete von Buenos Aires, die drei Tropenformen sind mehr oder weniger seßhaft.
Nahrung in der Natur: Es bestehen weitgehende Übereinstimmungen in den Nahrungsgewohnheiten und der Zusammensetzung mit jenen der Blauflügelente.
Haltung und Zucht: Die Zimtente, ursprünglich die nördliche, wenig später die argentinische Unterart, wird seit etwa 100 Jahren in Europa gepflegt und gezüchtet. Insbesondere nach 1950 kam es durch die gehäuften Zucht in Privatanlagen zu einer völligen Vermischung beider Formen. In den letzten Jahrzehnten wurden erneut Tiere aus den Ursprungsländern importiert und beispielsweise im Wildfowl Trust oder im Tierpark Berlin unvermischt gehalten. Von den drei tropischen Subspezies gelangen nur sporadisch einzelne Tiere in den Handel, die etwas größere und besonders dunkle Anden - Zimtente dürfte dabei als erstes zu erwarten sein. Zimtenten sind ruhige, verträgliche und meist vertraute Tiere; die Laute des Erpels sind ein wohlklingendes Pfeifen. An die Zuchtgehege werden keine besonderen Ansprüche gestellt, sie sollten jedoch nicht zu groß und unübersichtlich sein. Die Überwinterung erfolgt in einem frostfreien Schutzraum. Im Freiflug gehaltene Zimtenten wanderten relativ stark ab. Die Zucht gelingt mit den meisten Paaren und kann sehr ergiebig sein. Die Eiablage erfolgt ab Ende April, meist in der zweiten Maihälfte in der Bodenvegetation oder in Nistkästen. Nichtbrütende Weibchen bringen ein oder zwei, teilweise auch drei Nachgelege, die Erpel befruchten, auch wenn sie bereits in der Umfärbung sind. Die Küken sind leicht in Aufzuchtboxen großzuziehen. Die jungen Männchen beginnen ab Oktober mit der Umfärbung in das Brutkleid, die alten Erpel gehören zu den Arten, die im Frühsommer als die ersten in das Brutkleid zurückmausern. Obgleich Zimtenten gegen Ende des ersten Lebesjahres geschlechtsreif werden, sind nur etwa zwei Drittel im ersten Jahr fortpflanzungsaktiv. |