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 Versicolorente
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Lebensweise:
Versiolorenten sind ähnlich wie Spitzschwanz - und Chilepfeifenten Bewohner flacher, nahrungsreicher Seen und Teiche sowie der Niederungen in der offenen Gras - und Ackerbaulandschaft Argentiniens, speziell der Pampas-Region. Sie sind allgemein verbreitet, werden jedoch selten in großen Schwärmen oder starker Brutdichte angetroffen.
Die Lege - und Brutperiode beschränkt sich im Süden des Kontinents und auf den Falklandinseln auf den kurzen, kühlen Sommer zwischen Mitte Oktober und Ende November, im nördlichen Argentinien von September bis Dezember und in Paraguay bis März. Die Nester befinden sich auf trockenem Grund im hohen Gras, die Gelege enthalten 7 - 10 lehmgelbe Eier. Die Brutdauer beträgt 24 - 26 Tage. Die Küken werden vom Weibchen in der Ufervegetation aufgezogen. Eine gewisse Beteiligung des Erpels sowie Paarbindungen auch außerhalb der Brutzeit werden vermutet. Die südlichen Populationen wandern nach beendeter Schwingenmauser nordwärts, viele überwintern in der Provinz Buenos Aires, andere ziehen bis Brasilien.

Nahrung in der Natur:
Sie besteht aus Samen und Grünteilen von Wasser - und Sumpfpflanzen, ferner werden alle erreichbaren Kleinlebewesen aus dem Wasser aufgenommen.

Haltung und Zucht:
Versicolorenten gelangten offenbar nur in großen Abständen und in geringer Anzahl aus Südamerika in die europäischen Zoos und Zuchtanlagen. Erstimport für den Zoo Berlin 1845, für London 1902. Zuchterfolge blieben nicht aus, doch galt die Art stets als hinfällig und temperaturanfällig. Die nach 1950 in Westeuropa eingeführten Versicolorenten erlagen etwa ab 1970 starken Inzuchtdepressionen wie geringe Fortpflanzungsaktivitäten, kleine Gelege, hoher Anteil unbefruchteter Eier und verlustreiche Kükenaufzucht.
Die gegenwärtig gehaltenen Versicolorenten sind äußert robust (BIEHL hielt mehrere Paare auch in dem langen, strengen Winter 1978/79 ohne Schutzhaus
 auf einer eisfreien Wasserfläche) und werden ergiebiger gezüchtet. Versicolorenten sind angenehme und farblich schöne Tiere, die vorzugsweise auf sonnigen Warmteichen und in Gesellschaft anderer Arten zu halten sind. Die Bastardierungsneigung ist sehr gering. Gehegepaare leben während des ganzen Jahres sehr eng zusammen. Für den Winter sollte (trotz obigen Beispiels) ein Schutzhaus geboten werden.
Die geschlechtliche Reife tritt ohne Zweifel gegen Ende des ersten Lebensjahres ein, doch werden viele Paare erst ab zweiten Jahr fortpflanzungsaktiv. Eiablage in
Nistkästen oder im Gras ab Mitte April, ein bis zwei Nachgelege sind zu erwarten, wenn dem Weibchen die Eier genommen werden. Die Kükenaufzucht erfolgt zweckmäßig in Boxen mit technischer Wärmequelle. Die Küken beginnen zwischen18.und 21. Tag mit der Befiederung an Schulter und Flanken. Zu dieser
Zeit wird der Schnabel bläulich und einen Monat später gelblich. Bald nach der Befiederung setzt die Umfärbung in das wenig veränderte Alterskleid ein.