Start
 Enten A - Z
 Gänse A - Z
 Säger A - Z
 Schwäne  A - Z
 Fotos
 Börse
 Info
 Artikel
 Impressum
 Gästebuch
oetschild1.klein
 Vallisneriaente
vallisneriaente.b
vallisneriaente.k

Lebensweise:
Mit den anderen Tauchenten verlassen die Riesentafelenten ab Anfang Februar die Winterquartiere und wandern, der zurückgehenden Eisgrenze folgend, nordwärts. In den Brutgebieten Süd - Kanadas treffen sie ab zweiter Aprilhälfte, in Alaska um den 10.Mai ein. Die Paarbildung setzt im Dezember ein (Saisonehe), erfährt jedoch während und nach dem Frühjahrszug die höchste Intensität. Die Riesentafelenten beziehen zunächst große, tiefere Seen der offenen Prärie und Marschen, bevorzugen aber als Brutreviere kleine, flache Tümpel mit breiten Röhrichtsäumen. Hier erfolgt die Nestanlage analog unserer Tafelente. Legebeginn in Süd - Kanada ab Anfang Mai, Vollgelege enthalten 7-12 dunkelolivgrüne Eier; sehr häufig legt jedoch die Rotkopfente einzelne Eier hinzu, das eigentliche Gelege enthält im Mittel 6,6 - 7,7 Eier. Brutdauer 25 - 26 Tage. Brut und Aufzucht wird vom Weibchen vorgenommen. Wenige Tage nach Brutbeginn löst sich die Ehebindung. Die Erpel wandert zu größeren Seen ab und bilden hier bereits im Juli umfangreiche Schwärme, zu denen sich im August die Jungvögel und Weibchen gesellen. Die Alterpel tragen ab Ende Oktober das fertige Brutkleid, zwischen Mitte Oktober und Ende Dezember legen es die Jungerpel an. Den Spätherbst verbringen die Riesentafelenten auf Rastplätzen des Binnenlandes (Eriesee,Mississippiniederung) und wechseln dann zu den Brackwasserbereichen (entlang der Küsten Flußmündungen, Bays, Deltas) über.

Nahrung in der Natur:
Überwiegend pflanzlich. Die bevorzugte Nahrung bildet die Sumpfschraube
(Vallisneria spiralis), die, in großen Mengen aufgenommen, dem Fleisch einen pikanten Geschmack verleiht und die Riesentafelente zum populärsten jagdbaren Entenvogel Amerikas abstempelt. Wasserpflanzen werden tauchend bis 10 m tief im Wasser erfaßt, an die Oberfläche gebracht und dort verzehrt.

Haltung und Zucht:
Wie alle nordamerikanischen Tauchenten gelangte auch die Riesentafelente - auch
Vallisneraente genannt - relativ spät in die europäischen Zoos im Jahre 1922 und erst nach 1960 in die Anlagen einiger Züchter.
Die Unterbringung, insbesondere wenn Zuchterfolge angestrebt werden, sollte auf
größeren, über einen Meter tiefen Teichen erfolgen. Auf eisfreien Wasser kann die Art im Freien überwintert werden. Über erfolgreiche Zuchten der Riesentafelenten wird selten berichtet. Obgleich der britische Wildfowl Trust die Art seit 1955 wiederholt züchtete, wuchs beispielsweise 1976 von 24 Altvögeln kein Jungtier auf. Ähnlich liegen die Verhältnisse in Nordamerika, für die dortigen Zoos weist der International Zoo Yearbook annähernd zehnmal mehr Rotkopf - als Riesentafelenten - Bruten auf. Der Zuchtablauf gleicht weitgehend jenem der übrigen Tauchenten, doch erfolgte die Eiablage im Wildfowl Trust ab Ende März, meist um die April - Mai -  Wende,also relativ früh.
Über die Küken - und Jungenentwicklung wird folgenes berichtet: Die Befiederung beginnt etwa am 18.Tag mit dem Sichtbarwerden der Schwanzfedern; am 19.Tag entfalten sich die ersten Schulterfedern, um den 30.Tag ist die Bauchseite befiedert, und die unterschiedlich gefärbten Scapularen ermöglichen erste Geschlechtsunterscheidungen. Mit 50 Tagen sind die Küken im wesentlichen befiedert, und zwischen 56 und 68.Tag erlangen sie ihre Flugfähigkeit. Da die volle Umfärbung in das Alterskleid noch im Geburtsjahr erfolgt, dürfte die geschlechtliche Reife gegen Ende des ersten Lebensjahres eintreten.