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Lebensweise: Brutbiotope der Tafelente stellen von Schilf und Ried umgebene eutrophe Binnenseen (bevorzugt Karpfenzuchtteiche), flache Stauseen, verlandende Altwässer der Flußniederungen sowie salzige Steppenseen dar. Die hiesigen Brutvögel treffen nur locker oder garnicht gepaart auf den Brutgewässern ein. Auf der freien Seefläche erfolgen innerhalb der Trupps Balz und Paarung. Das Nest wird allein vom Weibchen im Röhricht, auf Bülten oder Inseln meist im Bereich der Flachwasserzone errichtet. Es ist ein kompakter Bau mit tiefer Nestmulde, der später spärlich mit Dunen ausgepolstert wird. Eiablage in Mitteleuropa meist zwischen Anfang Mai und Ende Juni; Gelege enthalten 5 - 14, in der Regel 7 - 9 große, kräftig graugrüne Eier. Die Brutdauer beträgt 24 - 26, teilweise 28 Tage. Anfangs ruht der Erpel auf der freien Wasserfläche nahe dem Nestrevier und begleitet das Weibchen in den Brutpausen. Jungenaufzucht allein durch das Weibchen auf dem freien Wasser, bevorzugt zwischen Schwimm - und Unterwasserpflanzenbänken. Die Küken zeigen nur wenig Bindung zur Mutter, obwohl diese sehr um ihren Nachwuchs besorgt ist In vielen Gebieten unternehmen die Erpel während der Jungenaufzucht Mauserzüge. Im Ismaninger Teichgebiet bei München mauserten über 16 000 Tafelerpel. Bei den Jungtieren tritt die geschlechtliche Reife gegen Ende des ersten Lebensjahres ein.
Nahrung in der Natur: Sie besteht aus einer Vielzahl von Wasserpflanzen und deren Samen, weit weniger aus Kleinlebewesen.
Haltung und Zucht: Tafelenten werden häufig in zoologischen Gärten, weniger in Privatanlagen gehalten. Sie stellen nur geringe Ansprüche und sind deshalb für wenig erfahrene Züchter zu empfehlen. Tafelenten haben ein großes Tauchbedürfnis, deshalb sollte der Teich nicht flacher als 70 cm sein. Zur Nahrungsaufnahme wird der Teichschlamm aufgewühlt und nach schwebenden Nahrungsteilchen abgesucht. Zu kleine oder zu flache Teiche führen dadurch stets unansehnliches Schmutzwasser. Auf offenem Wasser ist eine Überwinterung ohne Schutzraum möglich. Balz und Paarung erfolgen auch in Gehegen erst im Frühjahr, obgleich sich im Februar oder März zusammengestellte Tiere meist erst im nächsten Frühjahr paaren. Die Eiablage erfolgt bevorzugt in der Uferbepflanzung, aber auch in flachen Bruthöhlen oder Hütten. Ungestört brüten die Weibchen fest und zuverlässig, auch bemühen sie sich sehr um die Betreuung ihres Nachwuchses, sind jedoch kaum in der Lage, die vagabundierenden Küken zusammenzuhalten. Eine verlustfreie Aufzucht ist leichter in Aufzuchtboxen möglich. Tafelenten - Küken zeigen folgende Entwicklung: nach 17 Tagen entfalten sich erste Federn an Flanken und Schwanz, mit 38 Tagen ist der Körper (außer Mittelrücken) befiedert, Handschwingenkiele beginnen aufzubrechen, die Armschwingen sind bis 2,5 cm entfaltet. Im Alter von 10 Wochen erreichen die Tiere die untere Gewichts - und Flügelmaßgrenze der Altvögel.Am 20 Juni geschlüpfte Jungerpel begannen Mitte September mit der Umfärbung ins Alterskleid, die mittleren Steuerfedern waren abgeworfen, die Iris bereits leuchtend rot. Am 20. Oktober waren die Steuerfedern nachgewachsen und die äußeren abgeworfen, der Schnabel zeigte ein schmales, helles Querband. Um den 20.12.im wesentlichen durchgemausert und Schnabel mit breiter Querbinde. Tafelenten können rein pflanzlich ernährt werden, Getreidekörner werden gern vom Teichgrund aufgenommen. Als Grünfutter sind Wasserlinsen und andere Wasserpflanzen zu bieten. |