Start
 Enten A - Z
 Gänse A - Z
 Säger A - Z
 Schwäne  A - Z
 Fotos
 Börse
 Info
 Artikel
 Impressum
 Gästebuch
oetschild1.klein
 Spitzschwanzente
spitzschwanzente spitzschwanzente.k

Lebensweise:
Die Chile - Spitzschwanzente ist in vielen Gebieten Südamerikas von der Küste bis zu den hochgelegenen Anden ein verbreiteter und keineswegs seltener Wasservogel - DELACOUR bezeichnet sie als die absolut häufigste Ente des Kontinents. Ihre Lebesräume sind flache, von schütterer Sumpf - und Ufervegetation durchsetzte  Flachseen der offenen Landschaft, überschwemmtes Wiesengelände, Küstenlagunen und etwas seltener die Andenseen. Außerhalb der Brutzeit leben die Spitzschwanzenten zu Trupps, teils auch zu riesigen Schwärmen vereint und mit anderen Arten vergesellschaftet. Während der Brutzeit werden die freien Flächen großer Seen allgemein gemieden. Die Fortpflanzung erfolgt während des südlichen Frühlings, in Chile und Argentinien beispielsweise zwischen Oktober und Februar, während die Andenpopulation in Peru von August bis März brütend angetroffen werden. Die Nester befinden sich auf feuchten Wiesen,i m Gras, auf Bülten oder zwischen Uferpflanzen. Die Vollgelege bestehen aus 7 - 12 rahmfarbenen Eiern. Die Brutdauer beträgt 25 - 26 Tage. Das Weibchen polstert das Nest gegen Ende der Brutperiode reichlich mit Dunen aus, es brütet allein. Vermutlich beteiligt sich der Erpel an der Führung der Jungen. Von der Nominatform fand WELLER eine kleine,aber stabile Population von mehreren tausend Tieren auf den Fjord - und Küstenseen sowie entlang der kleinen Flußläufe auf der Südgeorgien-Insel. Tussock - Gräser, im Wuchs unserer Seggenkaupen, bilden die Vegetation der Riedzonen. Die Brutzeit liegt zwischen Oktober und Dezember, die Gelege enthalten nicht mehr als 5 Eier.

Nahrung in der Natur:
Eine gemischte Kost aus Sumpf - und Wasserpflanzen sowie Kleinlebewesen wird durch Gründeln (langer Hals wie bei der Spießente) aufgenommen.

Haltung und Zucht:
Von den drei Unterarten wird die Chilenische Spitzschwanzente seit Mitte des vorigen Jahrhunderts (im Berliner Zoo sei 1874) regelmäßig in Zoos und Vogelparks -s eltener in Privatanlagen - gehalten. Ihre Erstzucht gelang 1881 im Zoo Berlin. Sehr vereinzelt wurde die Südgeorgien - Spitzschwanzente, dagegen garnicht die Nördliche Spitzschwanzente lebend nach Europa gebracht. Haltung und Zucht verlaufen problemlos wie bei der Bahamaente. Im Jahre 1960 erhielt STURM, Sebnitz, ehemalige DDR, ein Paar Südgeorgien - Spitzschwanzenten. Das Weibchen legte 1963 erstmalig 6 Eier, daraus wuchsen 6 Erpel auf. Im Sommer 1965 wurden aus 3 Gelegen (insgesamt über 30 Eier) 26 Jungtiere aufgezogen. Eiablage in Nistkästen oder im Gras. Geschlechtliche Reife nach knapp einem Jahr. Als Nachkommen dieses einen Paares lebten bei den Züchtern in der DDR im Januar 1975 ca. 50 Tiere und im Dezember 1978 6 Erpel und 10 Enten. Drei Paare davon erbrachten 1978 in 6 Gelegen 57 Eier, davon 79% befruchtet, 55% schlüpften, und 80% der Küken wuchsen auf.