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Lebensweise: Während der Brutzeit leben die Spießenten auf großen schilfreichen Binnenseen, in ausgedehnten, wasserreichen Brüchen und an den Altwässern weiter Flußniederungen. Die deutschen Brutpaare nisten ferner in ruhigen Mooren, alten Torfstichen und auf einigen Ostseeinseln. In Westsibirien bewohnt sie vorwiegend die Bereiche der Waldtundra und der Waldsteppe und dringt nördlich bis an die Grenze der arktischen Flechtentundra vor. In den südlichen Steppenzonen ist sie nur nur ein spärlicher Brutvogel. Häufig wiederum nistet sie in waldarmen Gebieten Nordeuropas, besonders auf Island. Die Ankunft in den Brutgebieten erfolgt in Mitteleuropa im März, in Sibirien Mitte Mai, teils erst im Juni. An der Nistplatzwahl sind beide Partner beteiligt. Das Nest befindet sich gut gedeckt in Wassernähe, aber auch weit davon entfernt auf Wiesen und Äckern oder im Riedgras; in der Tundra mitunter kilometerweit vom Wasser entfernt. Der Nestbau obliegt dem Weibchen. Vor Brutbeginn wird das Nest mit Dunen ausgepolstert. Die Eiablage erfolgt in Mitteleuropa ab April, gelegt wird täglich, die Vollgelege enthalten 8 - 9, in den Extremen 5 -12 längliche, hellgrüne seltener gelbliche Eier. Die Brutzeit beträgt 22-23 Tage. Der Erpel hält eng zur brütenden Ente und beteiligt sich auch an der Jungenführung. Bald nach deren Flüggewerden haben die Altvögel ihre Brutmauser beendet, und es setzt der Zug ein. Während dieser Zeit rasten die Spießenten in Gesellschaft anderer Entenarten auf den Wasserflächen großer Seen .
Nahrung in der Natur: Weitgehend pflanzlich, jedoch jahreszeitlich und entsprechend dem Angebot variierend. Bei den Weibchen beträgt der tierische Anteil der Nahrung (meist Insektenlarven) vor dem Legen 56%, während der Legeperiode 77% und danach nur noch 29%.
Haltung und Zucht: Die in Farbe und Körperfigur ansprechenden Spießenten sind ausgezeichnet für die Pflege in Gehegen, auf Zoo - und Parkteichen geeignet; sie sind verträglich, robust und winterhart, und sie stellen keine besonderen Nahrungsansprüche. Allein zur Schau gehaltene Tiere können auf dicht besetzten Betonbecken oder in Kleinanlagen Unterbringung finden. Werden Zuchtergebnisse angestrebt, muß ihnen ein etwas größerer Teich mit angrenzenden Auslaufflächen geboten werden. Mit der Umfärbung in das Brutkleid beginnt die hübsche Balz der Erpel und damit die Paarbildung. Das Nest wird in der Bodenvegetation, in Nistkästen oder Hütten errichtet. Legebeginn selten vor Mitte April. Spießentenweibchen brüten sehr fest und werden deshalb leicht die Beute von Mardern. Werden die Eier künstlich erbrütet, sind ein bis zwei Nachgelege zu erwarten. Bei den Küken zeigen sich mit 18 - 20 Tagen dieSchulter - und Flankenfedern, mit 40 Tagen ist das Kleingefieder im wesentlichen entfaltet, und an feinen Farbnuancen des Rückengefieders sind die Geschlechter zu unterscheiden. Mit 7 Wochen erhalten die Jungenten ihre Flugfähigkeit. Die geschlechtliche Reife tritt gegen Ende des ersten Lebensjahres ein, doch wird ein Teil der Spießentenpaare erst im zweiten Jahr brutaktiv. |