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Lebensweise: Das Hauptbrutvorkommen der Pfeifente erstreckt sich über Asien und hier besonders über die Gewässer der borealen Nadelwaldzone nördlich bis in die Strauchtundra. Große, flache Seen, vegetationsreiche Altwässer, Sumpfniederungen der Taiga sowie die Bodden - und Schäreninseln der Ostsee bilden bevorzugte Brutbiotope. Auf dem Zuge und im Winterquartier verweilen diese Pfeifenten, weit mehr als ihre amerikanischen Verwandten, entlang der Meeresküsten. Die Nester befinden sich gut verborgen in Seggenbeständen, unter Büschen, in trockener Heide, seltener zwischen Felsgestein und werden allein vom Weibchen errichtet. Eiablage selten vor Mai, meist im Juni. Vollgelege enthalten 7-10 rahmgelbe bis rotbraune Eier. Sie werden in 24stündigen Intervallen gelegt und in 23-25 Tagen erbrütet. Die Erpel zeigen eine starke Bindung zur brütenden Ente, einzelne führen zeitweilig die Küken mit, verlassen jedoch die Familie, sobald Anfang Juni die Mauser einsetzt. Die Jungenten sind mit mit 6-7 Wochen voll befiedert und flugfähig.
Nahrung in der Natur: Sie ist fast ausschließlich pflanzlich und besteht auf dem Frühjahrszug bevorzugt aus jungen Gräsern,i m Sommer aus Sumpf - und Schwimmpflanzen und im Winter zusätzlich aus Tang, Seegras und Algen.
Haltung und Zucht: Berichte über erfolgreiche Zuchten liegen aus dem 18.Jahrhundert vor. Dennoch blieb diese schöne Ente eine von den Züchtern lange Zeit unbeachtete und selten gehaltene Art, wogegen sie in Zoos regelmäßig gezeigt wurde. Von den Entenkojen Westeuropas erfolgte eine reichliche und billige Belieferung der Tiermärkte. Diese Wildfänge waren robust und langlebig (ein Höchstalter von über 24 Jahren wurde bekannt), blieben jedoch scheu und brüteten kaum. Die heutigen Gehegevögel sind gezüchtete Tiere und somit ruhiger und wiederum leichter züchtbar. Pfeifenten sind voll verträglich und eignen sich gut für gemischte Kollektionen kleinerer Arten. Ihre Unterbringung erfolgt bevorzugt in Gehegen mit gesunder, kurzer Grasnarbe, wobei Zuchterfolge auch in Kleingehegen nicht ausbleiben. Die Geschlechtsreife tritt ab 10.Lebensmonat ein, doch beginnt die unscheinbare Balz und die Paarung nach dem Umfärben der Erpel im Winter. Nestanlage meist entfernt vom Teich im Gras, unter Gebüsch oder in aufgestellten Hütten. Eiablage im Mai, im britischen Wildfowl Trust vereinzelt ab März. Bei guten Zuchtpaaren sind Nachgelege zu erwarten. Bebrütung und Kükenaufzucht verlaufen mit den Eltern oder in Brutmaschinen und Boxen problemlos. Pfeifentenküken sind vital und nehmen auch ohne Anleitung durch Ammen oder andere Küken gebotenes Futter sofort an. Verpaarungen zwischen europäischen und nordamerikanischen Peifenten bereiten keine Schwierigkeiten, sollten jedoch im Interesse der Reinhaltung der Arten vermieden werden. |