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 Mähnengans
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Lebensweise:
Mähnengänse bewohnen in unterschiedlicher Häufigkeit den Kontinent und außerhalb der Brutzeit auch Tasmanien. Bevorzugte Biotope sind Wasserflächen (Seen, Tümpel, Creeks, Viehtränken oder Staubecken), umgeben von kurzgrasigen Weiden; Salz - und Brackwasser, Sumpf - und Waldgewässer werden gemieden. Nichtbrütende Mähnengänse leben in kleinen Trupps, in ökologisch günstigen Gebieten in Schwärmen bis 2 000 Individuen. Am Spätnachmittag erfolgt der Flug vom Rast - zum Äsungsplatz. Die Brutstimulanz wird durch die Niederschläge ausgelöst. Die Populationen vermehren sich nach Regenperioden außerordentlich stark, andererseits
führen Dürrezeiten zu raschen Dezimierungen der Bestände. Vorherrschende Brutperioden sind:  in Victoria nach Winterregen in den Frühlingsmonaten September und Oktober, in Neusüdwales zwischen Januar und März, im Landesinneren nach Niederschlägen. Die Balz verläuft einfach und unscheinbar, oftmals ist das Weibchen der aktive Teil. Eiablage in Baumhöhlen, teilweise weit entfernt vom Wasser. Vollgelege enthalten 9 - 11 hell cremefarbene Eier. Die Brutdauer beträgt 28 - 30 Tage. Die Küken springen von der Höhe herab, und beide Eltern führen sie zum Wasser. Wenn die Gänse ihre Flugfähigkeit erlangt haben, wechselt die Familie zu größeren Seen über, hier vergesellschaften sich die Familientrupps und mausern die Altvögel.

Nahrung in der Natur:
Das Ergebnis von Magenuntersuchungen bei 572 in Neusüdwales geschossenen Mähnengänsen zeigt zu 99% pflanzliches Futter, darunter 41% Süßgräser,             17% Riedgräser und 13% Knöterichgewächse; dagegen nur 1% Kleinlebewesen.
Etwa 52% der Gesamtnahrung bilden Landpflanzen und 48% in oder am Wasser
wachsende Formen.

Haltung und Zucht:
Der Erstimport nach Europa erfolgte 1864 durch den Zoo London; 1875 erhielt der Zoo Berlin ein Tier aus dem Zoo Antwerpen. Die Erstzucht gelang 1905 dem holländischen Züchter BLAAUW.
Mähnengänse werden gern in Anlagen mit guter Grasnarbe gehalten. Mehr als andere
Gänsearten eignen sie sich als kleine gänseartige Wasservögel für beengtere Liebhabergehege. In den Sommermonaten völlig unproblematisch und selbst während der Brutzeit verträglich gegenüber anderen Arten, ist in den Wintermonaten eine sorgfältige Futterauswahl zu treffen und möglichst eine Weidemögkichkeit zu bieten.
Die Zucht der Mähnengans gelang in früheren Jahrzehnten nur mit einem Teil der Paare, dagegen sind die Tiere seit den 70er Jahren bedeutend fortpflanzungsbereiter und produktiver. Kurze Eingewöhnungs - und Paarungszeiten sind offenbar arttypisch.
Die Eiablage erfolgt in Nistkästen ab März, meist im April und Mai. Im Mittel werden 9 Eier gelegt, in einem durchschnittlichen Legerythmus von 1,5 Tagen. Die Weibchen brüten fest und ruhig, ältere Tiere bringen auch Nachgelege. Die Kükenbetreuung erfolgt zweckmäßig durch die Eltern nach Art der Gänseaufzuchten. In Aufzuchtboxen
werden statt der Weidemöglichkeit Wasserlinsen geboten. Die nach der vollen Befiederung einsetzende Alterskleidmauser (Kleingefieder) ist nach etwa 6 Monaten
abgeschlossen, die geschlechtliche Reife tritt gegen Ende des ersten Lebensjahres ein..