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Lebensweise: Bevorzugte Biotope der Kupferspiegelente bilden große, relativ schnell strömende Flußläufe innerhalb der Waldgebiete in den unteren und mittleren Höhenzügen der Anden. Ferner werden träge fließende Altwässer, Seen und Sumpfniederungen, auch solche am Rande der Forstregion besiedelt. Wie viele Bewohner schnellfließender Gewässer leben auch diese Enten meist paarweise oder in Familientrupps, grenzen die Brutreviere streng gegeneinander ab und sind weitgehend ganzjährig seßhaft, wobei Wintervorkommen bis in die Provinz Buenos Aires und am unteren Parana bekannt sind.Als bemerkenswert wird die Stimme bezeichnet. Die Weibchen lassen Rufreihen hören, die an das Gebell eines Kleinhundes erinnern.Die Erpel lassen einen leisen, wisperden, sich 5 bis 7mal wiederholenden Kehllaut hören.Die Brutzeit beginnt im November während des kurzen südlichen Sommers. JOHNSON fand allealle Nester auf kleinen Inseln inmitten der Flußläufe, sie standen im hohen Gras, waren halb überdeckt und reichlich mit Dunen ausgepolstert. Hier -so folgerte der Forscher - seien die Nester am besten vor Raubtieren geschützt. Die Gelege enthalten nur 4-6 dunkel cremefarbene Eier. Die Brutdauer beträgt 30-31 Tage. Das Weibchen brütet allein, es wird für möglich gehalten, daß sich der Erpel etwas beteiligt.
Nahrung in der Natur: Sie besteht aus pflanzlicher und tierischer Kost. Aus Zuchtanlagen ist bekannt, daß Kupferspiegelenten die Gehege häufig nach Regenwürmern und anderen Kleinlebewesen absuchen.
Haltung und Zucht: Im Jahre 1955 erwarb der Trust zwei völlig zahme weibliche Kupferspiegelenten, die zu dieser Zeit einzigen Tiere in Europa. Ein ebenso zahmes männliches Tier konnte im Dezember 1963 aus dem Kölner Zoo in den Wildfowl Trust gegeben werden .Bereits ab 12.Februar 1964 legte eines der Weibchen 5 Eier, aus denen nach 31 tägiger Brut Junge schlüpften. Mitte März begann die Ente ein Nachgelege, das ebenfalls aus 5 Eiern bestand. Bereits 1964 und 1965 erhielten die Zoos in Köln und Berlin erste gezüchtete Kupferspiegelenten. Danach fand die Art eine allgemeine, obgleich bis heute spärliche Verbreitug in Zoos und Privatanlagen. Kupferspiegelenten sind wenig hinfällig, winterhart und nicht brutaktive Tiere auch voll verträglich. Dagegen zeigen sich fortpflanzungsaktive Tiere sehr aggressiv und sollten möglichst in Einzelgehegen untergebracht werden. Die Zucht gelingt heute regelmäßig. Die Eiablage beginnt meist in der zweiten Februarhälfte. Nachgelege sind die Regel, geschlüpfte Tiere wachsen annähernd verlustfrei auf. Nach WIENANDS zeigen die Küken folgenden Befiederungsverlauf: am 26.Tag die Schulterfedern, am 27. Tag die Flankenfedern, am 34 Tag war die Unterseite und am 45.Tag das gesamte Kleingefieder entfaltet. Die Umfärbung in das Farbintensivere Alterskleid erfolgt im gleichen Herbst; die geschlechtliche Reife tritt nicht vor Ende des zweiten Lebensjahres ein. |