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 Kastanienente
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Lebensweise:
Kastanienenten sind in den meisten Brutarealen häufig, doch treten sie nie in so großer Zahl auf wie die Weißkehlenten. Ihre bevorzugten Brutbiotope sind die brackigen und salzigen Küstenlagunen und die flach auslaufenden Flußmündungen. Nur auf Tasmanien werden die gesamte Küste auch die Binnenseen und Sumpfniederungen besiedelt. Auch außerhalb der Brutzeit bleibt das Gros der australischen Populationen in den Küstengebieten. Der Beginn der Brutzeit schwankt zwar in den einzelnen Gegenden, liegt im allgemeinen jedoch in den Frühlingsmonaten. In Canberra zum Beispiel balzen
die Kastanienenten während des ganzen Winters, m August und September lösen sich die einzelnen Paare von den Wintertrupps und suchen entlang derUfer nach geeigneten Nistplätzen. Die Nester befinden sich vorwiegend am Boden, im hohen Grase,im Ried odere zwischen Steinen; auf Tasmanien erfolgt die Brut oft auf Fels - oder Grasinseln in vielen Gebieten auch in Baumhöhlen, ja sogar in Nistkästen.Die Gelege enthalten 7-10, auch bis 13 cremefarbene, glänzende Eier. Die Brutdauer berägt 28 Tage. Die Männchen bleiben noch lange nach Legebeginn beim Weibchen. In einer australischen Zuchtstationen aufgezogene Jungenten entwickelten sich wie folgt: Im Alter von 20-29 Tagen zeigten sich die ersten Körperfedern, zwischen 43 und 57 Tagen die Schwingen, die nach 60-70 Tagen ausgewachsen waren. Die Jungenten erlangten mit 56 Tagen ihre Flugfähigkeit und begannen nach etwa 4 Monaten mit der Mauser.

Nahrung in der Natur:
Sie unterscheidet sich nicht wesentlich von der anderer Entenarten, doch ist der Anteil an Kleinlebewesen aus Brack-und Küstengewässern relativ hoch.

Haltung und Zucht:
Kastanienenten gelangten 1870 erstmals in den Londoner Zoo und werden, nach dem sie 1909 gezüchtet wurden, von vielen Zoos und in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Privatanlagen gehalten. Unproblematisch in der Pflege, wenig hinfällig und leicht züchtbar, ist diese mittelgroße Ente für Kleingehege, gemischte Kollektionen und Zooteiche gleichermaßen geeignet. Ihre Verträglichkeit wird unterschiedlich dargestellt,
nach den Erfahrungen der meisten Züchter sind Kastanienenten friedfertig gegenüber anderen Arten, doch begatten nicht oder schlecht verpaarte Erpel häufig artfremde Weibchen. Obgleich kurze Frostperioden ohne Schaden überstanden werden, sollte bei längeranhaltenen Frostperioden ein Überwinterungsraum angeboten werden. Kastanienenten sind etwa mit einem Jahr geschlechtsreich, doch sind ergiebige Nachzuchten erst von 2-oder 3jährigen Paaren zu erwarten. Die Eiablage erfolgt in Nistkästen ab Ende März, meist ab der zweiten Aprilhälfte. Ein bis zwei Nachgelege sind möglich wenn die Eier entfernt werden. Die Küken lassen sich leicht mit anderen Jungenten großziehen.