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Lebensweise: Die Hottentottenente ist im tropischen Ostafrika und auf Madagaska recht häufig, in allen anderen Arealen zwar allgemein verbreitet aber nur lokal und spärlich anzutreffen. In einzelnen Paaren oder kleinen Gruppen bewohnt diese Ente flache, vegetationsreiche Sumpfniederungen (bevorzugt Papyrussümpfe) in der Savanne, die Altwässer der Flußniederungen und überschwemmtes Grasland. Große Seen und die Küstenlagunen werden entlang der Schwimmpflanzen - und Riedzone - dem Aufenthalt der Hottentottenente - bewohnt. Die Brutperiode erstreckt sich innerhalb des Gesamtverbreitungsgebietes über alle Monate des Jahres und wird durch den Beginn der Regenperiode ausgelöst. Paarung, Balz und Nistrevierverteidigung verlaufen recht unscheinbar. Die Nester werden bevorzugt auf den Bülten der Binsen und Riedgräsern im Bereich der Seichtwasserzone errichtet. Die Gelege enthalten 6-8, meist 7 cremefarbene Eier. Die Brutdauer beträgt 24-25 Tage. Der Erpel hält zum Weibchen, beteiligt sich jedoch nicht an der Jungenführung, die innerhalb der Sumpfvegetation erfolgt. Dort, wo die Brutgewässer während der niederschlagslosen Zeit austrocknen, werden Wanderungen zu größeren Seen unternommen, wo es dann zu lockeren Schwarmbildungen kommen kann.
Nahrung in der Natur: Sie wird durch Gründeln und Seihen im Bereich der Flachwasserzone aufgenommen und besteht überwiegend aus pflanzlichen Stoffen, weniger aus Wasserinsekten und anderen Wirbellosen. Nahrungsaufnahme besonders während der Dämmerung und Nachts.
Haltung und Zucht: Die ersten Hottentottenenten gelangten 1929 und 1935 jeweils nach England und Frankreich. Zu ersten Zuchterfolgen kam es 1938 und 1939 in der Walcot Collection, England. In den 50er und 60er Jahren wurden ständig Wildfangtiere zu niederen Preisen vom westeuropäischen Tierhandel angeboten. Eingewöhnt waren diese Tiere wenig hinfällig; HARING, Leipzig, hielt ein solches Paar 18 Jahre in seinem Gehege, im 15.Jahr kam es zu einem Brutversuch. Hottentottenenten sollten nur in sonnigen, witterungsgeschützten Anlagen mit einem relativ warmen Flachteich gehalten werden. Bei anhaltendem Frost und tiefen Minustemperaturen sollte die Überwinterung in einem Schutzraum erfolgen. Die Wildfangtier waren auch unter günstigen Bedingungen wenig fortpflanzungsaktiv, doch seit Mitte der 70er Jahre wird die Hottentottenente regelmäßig und erfolgreich gezüchtet. Hottentottenenten sind nach einem Jahr geschlechtsreif. Die Eiablage erfolgt in Nistkästen, gern auch in Binsen - und Seggenbülten, wo die Nester kugelartig angelegt und überdacht sind. Legebeginn meist ab Mai, gute Zuchtpaare ab Anfang April. Gelegt wird täglich. Die Küken benötigen viel Wärme, lassen sich jedoch in Boxen problemlos aufziehen. Die Jungenten sind mit 45 Tagen befiedert und etwa mit 8 Wochen ausgewachsen. |