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 Gelbschnabelente
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Lebensweise:
Die Gelbschnabelente ist besonders in Südafrika eine der häufigsten Schwimmenten - Arten. Eine umfassende Monographie über diese Ente veröffentlichte ROWAN (1963), deren Inhalt hier zusammenfassend dargestellt wird:
Da der überwiegende Teil der südafrikanischen Flüße und Vleys nur periodisch Wasser führt (während und nach den Regenzeiten), sind bevorzugte Biotope die Lagunen und die ausgedehnten Mündungsgebiete der Flüße in den Küstenzonen sowie ganzjährig wasserführende Flußabschnitte, Seen (oft Stauseen) und solche Vleys. Während und nach den Regenzeiten werden auch die überfluteten Flußniederungen, weniger die reißenden Flüße selbst beflogen. Die Anzahl der Eier ablegenden Weibchen steht in Abhängigkeit - teils kontinuierlich, teils etwas nachziehend - von den Niederschlägen. Im Südteil der Südafrikanischen Union, wo der Regen in den Wintermonaten fällt, brüten 85% der Gelbschnabelenten von Juli bis Oktober. In Transvaal hingegen regnet es vorwiegend in den Sommermonaten. Hier brüten rund 65% aller Paare von Dezember bis März, und in den südlichen den Teilen der Kapprovinz, wo sich die Niederschläge über alle Monate verteilen,brüten  die Gelbschnabelenten während jeder Jahreszeit.
Die Nester werden fast immer dicht am Wasser in den Riedgrasbeständen,auf Bülten, zwischen frei gespülten Baumwurzeln oder im Schutz von Büschen und niedrigen Ästen errichtet. Die Gelege bestehen aus 7 - 8 (auch bis 12)   elfenbein - , cremefarbenen oder gelbbraunen Eiern. Gelegt wird etwa in 24stündigen Intervallen, während der Legeperiode erfolgt meist auch die Dunenauspolsterung. Die Brutdauer beträgt etwa 27 - 29 Tage. Die durchschnittliche Anzahl der Küken, die bei den führenden Weibchen angetroffen wurde, beträgt 5; häufig waren es 1 - 8, meist 5 - 7, selten mehr als 10 Junge. Die Bindung zur Mutter soll sich bereits nach drei Wochen lösen.
Die Befiederung der Jungen beginnt nach knapp einem Monat; nach 5 Wochen sind die Schultern, die Brustseiten und die gesamte Unterseite bewachsen. Zur gleichen Zeit zeigen sich die Kiele des Kopf - und Großgefieders. Mit 8 - 9 Wochen entfaltet sich der Flügelspiegel, und mit 10 Wochen werden die ersten Flugversuche unternommen (nach Gefangenschaftsbeobachtungen in Südafrika).
Die Flügelmauser der Altvögel, damit also die Vollmauser, erfolgt offensichtlich erst 3 - 4 Monate nach der Brutzeit.
 
Nahrung in der Natur:
Ihre Zusammensetzung variiert jahreszeitlich, doch dominieren stets pflanzliche Anteile über Kleinlebewesen.
 
Haltung und Zucht:
Die ersten Gelbschnabelenten wurden vor über 100 Jahren nach Westeuropa gebracht; nach SCHLAWE (1969) besaß sie der Berliner Zoo von 1873 bis 1888 und zog 1881 fünf und 1882 mehrere Junge auf, wogegen sie HEINROTH (1910) in seiner ethologischen Arbeit nicht mehr erwähnt.
Die Dunkle Gelbschnabelente gelangte 1923 nach Cleres, Frankreich, und wurde dort 1925, später auch anderswo, gut vermehrt. Nach 1950 bezog der englische Wildfowl Trust die helle und wenige Jahre später die dunkle Form.Beide Unterarten pflanzen sich dort mit bestem Erfolg fort. Die Eiablage erfolgt in  der zweiten Märzhälfte. Die Gelbschnabelente wird im Tierhandel durchaus angeboten, und obwohl sie problemlos züchtet, ist sie in privaten Anlagen wenig verbreitet.