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Lebensweise: Die großen klimatischen Unterschiede innerhalb des Gesamtverbreitungsgebietes wirken sich besonders auf die östliche und auf die beiden südlichen Formen im Jahreszyklus aus. So sind die Indische und die Burmesische Fleckschnabelenten Standvögel, die lediglich durch das Ausbleiben von Niederschlägen zu örtlichen und zeitweiligen Wanderungen veranlaßt werden. Ihre Brutzeit zieht sich von Mai bis Dezember hin. Anders als bei der Östlichen Fleckschnabel, deren Brutgebiete vorrangig im Bereich der gemäßigten Zone liegen. Mit dem Eisfreiwerden der Binnengewässer rücken diese Enten von den südlich gelegenen Winterquartieren nordwärts nach. Am Baikalsee - dem nördlichsten Brutareal -t reffen sie, um die April - Mai - Wende, etwa 10-14 Tage nach den Stock-und Spießenten ein. Die Balz erfolgt im wesentlichen im Winterquartier und auf dem Frühjahrszug. In der Wahl der Brutgewässer und der Nistplätze ist die Fleckschnabelente ähnlich anspruchlos und anpassungsbereit wie unsere Stockente. Für das Vorkommen in Japan schreibt Jahn: Im Süden der subtropischen Reisbauzone bis nach Nordhondo bewohnt sie alle Teile der Ebene, in denen Schilf wächst und beherrscht dort allein das Feld. Die Populationen entlang des Baikalsees brüten vor allem an den flachen, von Schilf und Birkenmooren umgebenen Altgewässern der in den Baikalsee mündenden Flüße. Die Nester werden gut verborgen im Röhricht oder unter Gebüsch angelegt. An geeigneten Stellen brüten sie in Japan gern zu lockeren Kolonien vereint. Auf den Parkgewässern von Tokio zeigen sie Tendenzen der Verstädterung. Die Eiablage beginnt in China und Japan im April, am Baikalsee aber erst ein bis zwei Wochen nach der der Stock - und Spießenten, im letzten Maidrittel. Die Vollgelege bestehen aus 8-14 Eiern, deren Farbe weißlich blaßgrau, blaßbraun oder blaßgrünlich sein kann. Die Brutdauer beträgt 26-28 Tage. Die Jungenten bleiben fast bis zum Einsetzen des Herbstzuges bei der führenden Mutter, doch gesellt sich noch im Brutgebiet der Erpel wieder zu seinem Weibchen, und das Paar zieht gemeinsam in die Überwinterungsgebiete ab. Während der Wintermonate halten sich die Fleckschnabelenten gern auf den Gewässern in den Reisanbaugebieten, hauptsächlich in China auf.
Nahrung in der Natur: Sie dürfte eine sehr ähnliche Zusammensetzung wie die der Stockente haben.
Haltung und Zucht: Indische Fleckschnabelenten gelangten um 1870 in den Londoner und 1875 in den Berliner Zoo, 1874 bzw.1881 wurden sie dort erstmalig gezüchtet. Die burmesische und östliche Form konnte in den 20er und 30er Jahren in Frankreich mit gutem Erfolg gezüchtet werden. Der Wildfowl Trust erhielt erneut um 1960 Östliche Fleckschnabelenten und vermehrte diese auch. Die starke Bastardierungsneigung führte zu einer Vermischung der meisten europäischen Gehege - Fleckschnabelenten mit Stock-und Augenbrauenenten. Obgleich geeignet, sollten Fleckschnabelenten deshalb nicht für die Besiedlung von Parkgewässern einbezogen werden, wenn gleichzeitig eine Stockentenpopulation ansässig ist. Fleckschnabelenten sind leicht züchtbar. Ihre geschlechtliche Reife stellt sich innerhalb des ersten Lebensjahres ein. Die Paarbildung erfolgt im Herbst, doch sind auch kurzfristig zusammengesetzte Tiere meist brutaktiv. Die Eiablage geschieht selten vor Mitte April; gelegt wird täglich. Die Jungenten sind mit 70 Tagen im wesentlichen befiedert. Der Schnabel ist bis zur Befiederung einfarbig hornbraun, danach werden der Mittelschnabel dunkelgrau, Spitzen und Wurzel gelblich und ab September die Wurzel rot. |