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Lebensweise: Eiderenten leben während des ganzen Jahres, insbesondere aber zur Brutzeit, an flachen - gern an etwas felsigen-Meeresküsten mit vorgelagerten Inseln oder Sandbänken. Die Brutplätze auf den Deutschen Inseln befinden sich zumeist in den Strandhaferbeständen der Dünen sowie in der Geest - und Heidevegetation. Auf Island, wo Eiderenten echte Charaktervögel darstellen und wegen derDunen seitlangem gepflegt und geschützt werden, brüten sie in Kolonien auf kurzgrasigen, küstennahen Inseln, Halbinseln und auf entlegenenFestlandstreifen. Im Frühjahr rasten große Scharen dieser Enten vor der Küste des künftigen Brutplatzes. Die Erpel balzen ausgiebig und führen heftige Kämpfe um die Weibchen. Gegen Ende April beginnen die Paare, sich verstärkt um die Brutplätze zu kümmern, ”zu Fuß” begeben sie sich auf die Nistplatzsuche. In einer kleinen Mulde errichtet das Weibchen aus vorjährigen Pflanzenteilen das Nest und kleidet es nach der Eiablage reichlich mit Daunen aus. Viele Nester stehen in nur schwacher Deckung.Die Eiablage beginnt ab Mitte Mai und erfolgtzumeist täglich. Erstgelege bestehen aus 4-7, seltener bis zu 12 Eiern. Nachgelege enthalten nur 1-3 Eier. Die Eier sind dunkel graugrün; die Brutdauer wird in den Extremen mit 25-30 Tagen angegeben, liegt jedoch im Normalfall zwischen 25 und 26 Tagen.Sie beginnt - wenn anfangs auch wenig intensiv - vom 2. oder 3. Ei ab. Die Weibchen brüten im allgemeinen sehr fest und nehmen während dieser Zeit wenig Nahrung auf, gebadet und getrunken wird täglich. In den isländischen Kolonien sind eigens dazu Wassertröge mit Süßwasser aufgestellt. Die Erpel, die anfangs ihre Weibchen zum Nest begleiten und dann in ihrer Nähe ruhen, ziehen sich gegen Ende der Brutzeit auf das Meer zurück, um dort zu mausern. Sobald die Küken geschlüpft sind, werden sie von der Mutter ebenfalls auf das Meer geführt. In den kolonniennahen Gewässern kommt es nun zu beliebigen Vergesellschaftungen meherer Familien und zu häufig wechselnden Küken - Adoptionen. Bis zum September werden die Jungenten von den Weibchen betreut, dann erfolgen größere Zusammenballungen von Brutvögeln und nordischen Zuzüglern.
Nahrung in der Natur: Marine Mollusken, besonders Miesmuscheln, die unzerkleinert verschluckt werden, Krabben, Krebse, seltener kleine Fische und Pflanzenteile. Der Anteil der tierischen Nahrung beträgt etwa 95%.
Haltung und Zucht: Ausgefärbte Eidererpel stellen mit ihrer cremegelben Brust und den grünen Kopfpartien eine attraktive Erscheinung unter den übrigen Entenvögeln dar, verständlich , daß sich zoologische Gärten seit langem um diese Art bemühen. Wegen ihrer Größe und dem überdurchschnittlichen Stoffumsatz wird diese Art in privaten Anlagen nicht sehr häufig gehalten. Eiderenten sollten nur auf sehr großen etwa 1m tiefen und nicht zu stark verschmutzten Teichengehalten werden, einzelne Paare lassen sich auch in geräumigen Pinguinanlagen unterbringen. Als Grundnahrung erhalten die Eiderenten ein eiweißreiches pelletiertes Futtergemisch, zusätzlich Getreide, Garnelen, Fisch - der Fleischstücke und wenn möglich frische Muscheln oder Schnecken. Eiderenten, die als Küken in Gehegen aufwuchsen, werden bei entsprechender Haltung und Fütterung ab zweiten, meist ab drittem Lebensjahr fortpflanzungsaktiv.Viel seltener gelingt die Zucht mit Tieren, die als Alttiere in menschliche Hände gelangen. Als Nisthilfen bietet man den Eiderenten mit Steinen umgebene und mit Torfmull gefüllte Mulden oder im Winkel zueinandergelegte Baumstücke nahe dem Wasser oder auf Inselchen an. Eiablage hauptsächlich im Mai, seltener ab Mitte April. Die Enten brüten ruhig und sehr fest, dennoch sind die Eier in großen Anlagen stets durch Krähen und Raubtiere gefährdet, so daß Brut und Aufzucht zweckmäßig unter technischen Wärmequellen erfolgt. Eiderenten - Küken sind etwa wie die der Schellenten zu behandeln; zu einem gehaltvollem Futter, möglichst Kleinlebewesen (Mehlwürmer, Wasserflöhe, Bachflohkrebse) zufüttern, und ausreichend sauberesWasser bieten. |
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