Start

 Enten A - Z

 Gänse A - Z

 Säger A - Z

 Schwäne  A - Z

 Angebote

 Fotos

 Info

 Impressum

 Gästebuch

 Coscorobaschwan
Coscorobaschwan Bild
Cocorobaschwan Karte

Lebensweise:
Ähnlich wie der Schwarzhalsschwan bewohnt der Coscorobaschwan vorzugsweise die großen, nahrungsreichen Flachseen der Pampa - Regionen Argentiniens und Chiles. Seltener ist er auf Feuerland, auf den Falklandinseln und offenbar auch nördlich 35° südlicher Breite als Brutvogel heimisch. Während der südlichen Wintermonate und Trockenzeiten streichen die Coscorobaschwäne, zu Gruppen bis zu 50 Exemplaren vereint, nordwärts bis Südbrasilien und Bolivien.
Zur Brutzeit beziehen die einzelnen Paare sehr große Gewässerabschnitte und errichten im Flachwasser der Uferzone, selten direkt an Land, ihre großen Kegelnester. Nach CASARES haben die aus Teichschlamm und Pflanzenteilen bestehenden Nesthügel unten einen Durchmesser von etwa 90 cm und überragen das Wasser um 40 cm. Die Mulde kann bis 25 cm tief sein und wird mit feinen Gräsern und später reichlich mit Dunen ausgekleidet. Die Eiablage erfolgt in Patagonien während der Frühjahrsmonate September bis Dezember, in Paraguay im März und April. In der Provinz Buenos Aires sind Ende Juni und im August brütende Tiere aufgefunden worden. Die Vollgelege enthalten 6 - 9 schmutzigweiße, fast gleichpolige und wenig glänzende Eier mit rauher Oberfläche. Die Brutdauer beträgt 34 - 36 Tage. Das Weibchen brütet allein, beide Eltern führen gemeinsam die Küken und suchen dabei gern wassernahe Wiesen zur Äsung auf. Die geschlechtliche Reife tritt bei den Jungschwänen ab dritten Lebensjahr ein.

Nahrung in der Natur:
Über die Zusammensetzung der Nahrung ist wenig bekannt, doch sind mit Sicherheit die Grasanteile größer als bei den anderen Schwanenarten.

Haltung und Zucht:
Coscorobaschwäne wurden um 1870 nach Europa gebracht und seitdem regelmäßig, obgleich stets in geringer Zahl, in großen Zoos und wenigen Privatanlagen gehalten. Die während der Eingewöhnungszeit sehr hinfälligen Tiere erweisen sich später als recht ausdauernd, sofern ihre Pflege nicht vernachlässigt wird. Eine Überwinterung ohne Schutzhaus ist durchaus möglich. Erfolgreiche Zuchten blieben lange Zeit nicht alltäglich. Nach GRISWOLD (1973) gelang die Erstzucht 1914 in den Anlagen des Herzogs BEDFORD, Woburn Abbey, GB; es folgten 1950 der Zoo Philadelphia und 1952 der Wildfowl Trust in Slimbridge. Jedoch erwähnt HEINROTH bereits 1910 die Brutversuche eines Coscoroba - Paares im Zoo Berlin und Küken in den Anlagen von Woburn. The International Zoo Yearbook führt zwischen 1959 und 1967 insgesamt 12 Bruten auf, vornehmlich in den Zoos Buenos Aires und Philadelphia.
Über beachtliche Zuchterfolge im letztgenannten Zoo berichtet GRISWOLD (1973):
Ein 1950 gezüchtetes Geschwisterpaar brachte  bis 1972 in einem nur 10 x 17 m großen Gehege 83 Junge hoch. Die Eiablage zwischen Februar und April (im San Antonio Zoo, Texas, zwischen Januar und August, im Wildfowl Trust im März); 4 - 6, maximal 8 Eier bilden das Vollgelege. Brut 34 - 36 Tage allein durch das Weibchen. Die Eier wurden vor dem Schlupf in einen Inkubator gelegt und die Küken ohne Eltern aufgezogen, die meist ein Nachgelege begannen. In den letzten Jahren wird die Art auch in Privatanlagen gezüchtet. Hier zeigte sich, daß brutaktive Paare sehr aggressiv werden und zweckmäßig in Einzelgehegn unterzubringen sind.