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Lebensweise: Das Hauptvorkommen der Radjahgänse liegt in Australien - ähnlich auch auf Neuguinea und den anderen Inseln - in der Brackwasser - und Litoralzone der Meeresküste. Die sumpfigen Mangrovenwälder, Mäander bewaldeter Flußniederungen (vor allen in den Mündungsgebieten), Waldsümpfe und Waldteiche bilden die bevorzugten Brutbiotope. Außerhalb der Brutzeit werden auch offene Sumpflandschaften und Hochlandseen aufgesucht. In Familientrupps oder paarweise gehen die Radjahgänse auf schlammigen Uferbänken, im Seichtwasser oder auf wassernahen Wiesen der Nahrungssuche nach.Tiefes, offenes Wasser wird nur selten aufgesucht; die Ruhezeiten verbringen sie auf Bäumen im Sumpfwald.Als typische Waldbewohner sind sie ziemlich ruffreudig, neu hinzukommende Artgenossen werden stets mit lautem Geschrei begrüßt beziehungsweise vertrieben. Radjahgänse leben offenbar in Dauerehen. Schon vor Beginn der Regenzeit setzt bei ihnen die Brutstimmung ein, und mit den ersten großen Regenfällen befinden sich die Paare in voller Balz. Wenig später, etwa ab Januar/Februar, werden in Nordaustralien die Nistreviere an kleinen Waldtümpeln, Mäanderschleifen oder im Sumpfwald bezogen. Eiablage gegen Ende der Regenzeit im Mai oder Juni, wenn das höchste Wasser verebbt ist. Die dazu von beiden Partnern ausgewählten Baumhöhlen befinden sich dicht am Wasser oder im überschwemmten Sumpfwald. Die Gelege enthalten 6 - 12 cremeweiße, glattschaligeEier. die Brutdauer beträgt etwa 30 Tage.Nach beendeter Eiablage erfolgt eine Auspolsterung mit Dunen. Während das Weibchen brütet, ruht der Ganter auf einem benachbarten Baum.Zur Zeit der Kükenaufzucht führen die von breiten Schlickflächen umgebenen Flußarme und Tümpel nur noch seichtes Restwasser; es sind die Wochen mit dem größten Nahrungsangebot. Hier verweilen die Familien, die sehr lange zusammenweilen, bis die fortschreitende Austrocknung eine Abwanderung erfordert. Bleiben Wasserflächen erhalten, verlassen die Radjahgänse ihre Brutgebiete garnicht.
Nahrung in dNatur: Sie besteht fast ausschließlich aus Kleinlebewesen (hauptsächlich Mollusken) weniger aus Algen und kleinen Wasserpflanzen.Das Futter wird aus dem flachen Wasser geseiht, nur während der Regenzeit suchen die Gänse auf feuchten Wiesen nach Nahrung. Jedes Paar hält ein bestimmtes Futterterritorium ein, das an jedem Morgen und Abend aufgesucht wird und unter Umständen weit vom Nistplatz entfernt liegen kann.
Haltung und Zucht: Radjahgänse wurden zu allen Zeiten nur selten importiert, hinzu kommt die hohe Sterblichkeitrate wenig eingewöhnter Tiere, so daß diese Art bis heute zu den seltener gehaltenen Wasservögeln gehört. Für die Haltung der Radjahgänse sollten sich nur erfahrene Züchter und solche Zoos entscheiden, die den Tieren optimale Bedingungen bieten können: ein geschütztes, sonniges Gehege mit einem warmen, seichten Teich; Überwinterung ohne Frostgrade Die Unterbringung in einem Einzelgehege ist wegen der Aggressivität mancher Brutvögel und der bestmöglichen Futterversorgung zu empfehlen. Die allgemeine Hinfälligkeit und speziell das witterungsbedingte Wohlbefinden der Radjahgänse, wie es in den 60er Jahren noch arttypisch war, ist bei den heutigen Zuchtvögeln weitgehend überwunden; ihre Empfindlichkeit entspricht etwa der der Pfeifgänse. Die Zuchtchancen haben sich in neuerer Zeit ebenfalls verbessert, doch sind ergiebige und regelmäßige Nachzuchten auf wenige Paare beschränkt. Geschlechtliche Reife gegen Ende des zweiten Lebensjahres.Für die Nestanlage werden Bruthöhlen, Erdröhren oder Hütten aufgestellt. Eiablagen sind in Westeuropa von der ersten Aprilhälfte bis zum Juli bekannt. Die Jungenaufzucht erweist sich in der Regel als unproblematisch und verläuft wie jene der übrigen Tadorna - Arten. Die Küken sind sehr wärmeliebend. Das Futter (auch für Altvögel) muß relativ feinkörnig sein und mit tierischen Bestandteilen (wie Garnelen) angereichert werden.Wasserlinsen sollten stets vorhanden sein.
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