Start

 Enten A - Z

 Gänse A - Z

 Säger A - Z

 Schwäne  A - Z

 Angebote

 Fotos

 Info

 Impressum

 Gästebuch

 Javapfeifgans
Javapfeifgans Bild
Javapfeifgans Karte

Lebensweise:
Javapfeifgänse sind in ihren Brutarealen weit verbreitet und vielerorts die häufigsten Entenvögel, wie in Vietnam, Indien und Sri Lanka. Nur wenige Populationen wandern, die Mehrzahl sind Standvögel. Bevorzugt werden vegetationsreiche Flachgewässer im Dschungel und in den Acker - und Reisbaugebieten besiedelt, gern solche, die mit Lotos - und Wasserhyazinthen - Beständen bedeckt sind. Küsten - und Brackgewässer werden gemieden. Nicht brütende Vögel leben gesellig, nicht selten in gemischten Schwärmen mit Gelben und Wanderpfeifgänsen.Mit Beginn der Dämmerung  wechseln die Gruppen zur Nahrungsaufnahme in die Reisfelder über. Ihr Flug wird von HENRY (1955) als langsam,etwas mühevoll und mit schweren Flügelschlag beschrieben, wogegen sie FISCHER (1974) als sehr fluggewandt bei ihren Paarungsflügen beobachten konnte. Die eingekerbten Innenfahne der Handschwinge verursacht beim Fliegen ein gut hörbares Pfeifen - zweifellos eine akustische Kontaktbrücke zu den Artgenossen. Auf dem Lande vermögen sie gut und schnell zu laufen, sind geschickte Schwimmer und tauchen für den Nahrungserwerb    2 - 2,5 m tief.
Die Brutperiode leiten unter anderem Paarungsflüge ein, wobei bis zu fünf Erpel einer Ente nachjagen. Eiablage in Indien von Juni bis Oktober, auf Sri Lanka Dezember/Januar und Juli/August, regional abhängig vom Monsumregen. Nester wurden in der Bodenvegetation, in Baumhöhlen und auf Reiherhorsten gefunden; keine Dunenauspolsterung. Die Gelege enthalten 7 - 12 rundlich weiße Eier. Die Brutdauer beträgt 27 - 28 Tage. Beide Eltern führen die Küken.
 
Nahrung in der Natur:
Sie besteht aus Samen und Grünteilen der Wasser - und Sumpfpflanzen, aus Kleinlebewesen und in den Reisanbaugebieten zu einem beträchtlicgen Teil aus Reiskörnern.

Halzung und Zucht:
Javapfeifgänse werden seit über 100 Jahren in Europa importiert, doch bis heute relativ selten in Zoos und Privatgehegen gehalten. Gut eingewöhnte Tiere sind nicht hinfälliger als andere Pfeifgänse. Erfolgreiche Zuchten blieben auch bis in die 70er Jahre rar. DELACOUR (1954) nennt zwei Bruterfolge aus den USA, über die 1940 im Avic. Mag. berichtet wurde. Im Wildfowl Trust Slimbridge wurden 1965 und 1966 insgesamt 3 Gelege mit je 6 (überwiegend unbefruchteten) Eiern erzielt, nur 1975 wuchs ein Jungvogel auf. Legebeginn: 25.Mai (1966), 6.Juni (1965), 12 Juli (1968).
BIEHL erwarb 1976 in der BRD gezüchtete Jungtiere und mehrere Wildfänge.
Im Juli und August 1978 legten zwei Wildfangweibchen, gepaart mit gezüchteten Erpeln, 10, 9, und 6 Eier, viele davon unbefruchtet; 7 Küken schlüpften nach jeweils 27 Bruttagen, starben jedoch wenige Tage alt. Beide Eltern brüteten im Wechsel und verteidigten die Nester dem Pfleger gegenüber mit heftigen Attacken; 1979 schlüpften 14 Küken, von denen 9 aufwuchsen, ähnlich gute Ergebnisse schlossen sich in den Folgejahren an.