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Lebensweise: Die Brutgebiete der Spatelente charakterisiert VOOUS wie folgt: “Bergseen, umgeben von dichten Nadelwald, lokal an Felsküsten mit vielen kleinen, vorgelagerten, dicht bewaldeten Inseln. Im atlantischen Gebiet auch in ödem, offenem Gelände (vielleicht notgedrungen); im Gebirge in die subalpine Zone des Nadelwaldes aufsteigend bis in 1800 m Höhe.” Mit dem Eisfreiwerden der Flüße kehren die verpaarten Spatelenten in ihre Brutgebiete und wenig später zu den eigentlichen Brutplätzen zurück. In ähnlicher Weise wie bei den Schellenten verlaufen Balz, Paarung und Nistplatzwahl. Auch die Eiablage erfolgt vorrangig in Baumhöhlen; in Ermangelung dieser - wie auf Island und Grönland - werden die Nester in Spalten und Nischen felsiger Uferwände, seltener in Erdhöhlen, zwischen Mauerwerk oder im Inneren verlassener Häuser angelegt. Die Nestauskleidung erfolgt mit Dunen. Ende Mai, teils erst im Juni beginnt die Eiablage. Die Normalgelege enthalten 10-14 blaugrüne Eier. Die Brutdauer beträgt 30 Tage. Durch Eierräubereien zeitigen auf Island viele Weibchen ein,s elten sogar zwei Nachgelege. Während der Brutzeit zeigen Erpel und Ente wenig Scheu, das Weibchen brütet sehr fest. Gegen Ende der Brutzeit schließen sich die Erpel zu kleinen Gruppen zusammen und beginnen zu mausern. Ende Juli schlüpfen die robusten und geschickt tauchenden Küken, die in ähnlicher Weise wie die Schellentenküken allein vom Weibchen geführt werden. Während der Wintermonate halten sich die Trupps der Spatelenten in ruhigen Meeresbuchten und Brackwassergebieten auf Island entlang der schnellfließenden und dadurch eisfreien Flüße auf.
Nahrung in der Natur: Sie besteht aus etwa zu 70 - 80% aus Krebstieren, Wasserinsekten, Mollusken und zu einem geringen Teil aus Fischen und Fischlaich. Die pflanzliche Kost bilden Wasserpflanzen und deren Samen sowie Meeresalgen.
Haltung und Zucht: Spatelenten gehören zu den selten gehaltenen und in Eingewöhnung und Zucht schwierigen Meeresenten. Als Ursache dürften das geringe Ausgangsmateral an Wildfängen und die Schwierigkeit, daß die Küken nicht ohne die modernen Futtermittel aufzuziehen sind, gesehen werden .Englische Züchter ließen in der 20er und 30er Jahren mehrfach Spatelenten aus isländischen Wildvogeleiern erbrüten, erzielten jedoch nur geringe Aufzuchtraten und keine Nachzuchten. Im Zoopark Cleres, Frankreich, lebten mehere Erpel 16 Jahre bei guter Kondition. In den letzten Jahrzehnten entstand in Westeuropa erneut eine kleine Gehegepopulation isländischer Brutvögel, deren Haltung und Ernährung heute nicht schwieriger ist als jene der Schellenten, auf Grund der Seltenheit der Spatelente jedoch große Sorgfalt verlangen. Die Zuchtergebnisse stehen denen der Schellente weit nach, Im Wildfowl Trust werden seit Anfang der 50er Jahre Spatelenten gehalten, aber bis 1978 kaum mehr als 10 Tiere gezüchtet (mit Ausnahme 1976, als 17 aufwuchsen). BIEHL hält seit 1973 3 - 5 Paare; die Weibchen begannen mit 3 bzw. 5 Jahren mit dem Legen, dann fiel eine sehr hohe Rate unbefruchteter Eier an. Als die verpaarten Erpel entfernt wurden und die verbliebenen Erpel mit 2 - 3 Weibchen schwammen, stiegen die Anteile befruchteter Eier und Nachzuchtraten. KOLBE berichtet: Die für seine Anlage 1979 erworbenen Jungenten begannen sich ab Januar 1980 zu paaren, bis einschließlich 1981 folgten Begattungsversuche, Höhlen wurden inspiziert, jedoch ohne einmal hineinzuschlüpfen. Am 14. Mai 1982 begann das Weibchen ein Gelege von 6 Eiern ,2 waren befruchtet, die Küken wuchsen mühelos auf. Legebeginn 1983 am 6. Mai, 7 Jungtiere wuchsen heran. Die Befiederung begann am 18. Tag mit der Entfaltung der Steuer - und am 24.Tag der Schulterfedern, ab 33.Tag entfalten sich die Armschwingen.
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