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 Scheckente
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Scheckente Karte

Lebensweise:
Scheckenten entfernen sich zwar während der Fortpflanzungszeit stärker als andere Eiderenten - Arten vom Meer, verweilen jedoch die längste Zeit des Jahres entlang flacher, steiniger und felsiger Küsten und in Meeresbuchten.
Zu großen Konzentrationen kommt es dabei entlang der Halbinsel Alaska nebst umliegenden Inseln (bis 200 000 Individuen), der Gesamtbestand wird auf
500 000 geschätzt.
Die Brutplätze befinden sich an Seen, Moortümpeln und in den Flußniederungen der arktischen Tundra, speziell der Bülten - und Torfhügeltundra. Unmittelbar mit dem Aufschmelzen der Eisdecke kehren dieScheckenten fest verpaart zwischen Ende Mai und Ende Juni zu den Brutplätzen zurück. Die Nester werden einzel stehend auf Torfhügeln oder zwischen Seggen, doch stets in guter Deckung errichtet und wohl schon während der Eiablage dick mit Pflanzenmaterial und Dunen ausgekleidet. Die Eiablage erfolgt kaum vor Ende Juni, Vollgelege enthalten 6-10, meist 7-8 gelbolive, graugrüne oder bräunliche, gestreckte Eier. Die Brutdauer beträgt vermutlich 22-24 Tage.
Die Küken wachsen auf den Moortümpeln heran und verlassen diese mit den Weibchen bis Mitte September, wenn die Gewässer zufrieren. Ein Teil der Erpel unternimmt im Juli weite Mauserzüge zu bestimmten Meeresbuchten. Im Oktober treffen die großen Scharen der Überwinterer im südlichen Beringmeer ein.

Nahrung in der Natur:
Sie besteht außerhalb der Brutzeit aus wirbellosen Meerestieren, jedoch nur zu einem kleinen Teil aus hartschaligen Mollusken (worauf der atypische Eiderenten-Schnabel hinweist).An den Brutplätzen werden unterschiedlichste Pflanzenteile (Blattspitzen, Samen, Fruchtstände u. ä.) sowie Wasserinsekten und deren Larven, Kleinkrebse und Ringelwürmer aufgenommen.

Haltung und Zucht:
Während in den amerikanischen und kanadischen Zuchtstationen Scheckenten hier und da anzutreffen sind, dürften jene drei Paare, die der Wildfowl Trust 1960 erhielt, die ersten und für lange Zeit die einzigen Vertreter dieser Art in Europa gewesen sein. Seit Ende der 70er Jahre werden Scheckenten, vermutlich aus Eiern von Alaska - Brutvögeln erbrütet, aufgezogen, und einige auch in Privatanlagen gehalten. Über erfolgreiche Zuchten wurde bis 1980 nichts bekannt. Erst TARSNANE (1982) schreibt, daß es in jüngster Zeit zur Eiablage gekommen sei und wertet dies als ein erstes Zeichen, daß sich auch diese Art, die ähnliche Ansprüche wie die Kragen - und Eisente stellt, in Gehegen etablieren könnte. In einer Zuchtstation in Salt Lake City, USA, wurde 1981 eine Gruppe von 30 ausgefärbten Scheckenten gehalten und mit ihnen die erste Nachzucht erzielt.