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 Rotaugenente
Rotaugenente Bild
Rotaugenente Karte

Lebensweise:       (beschränkt N.e.brunnea)
Die Rotaugenenten sind in vielen Gebieten Afrikas,besonders aber in den ost-und südafrikanischen Seengebieten ziemlich häufig anzutreffen.Für ihren Aufenthalt bevorzugen sie nicht zu kleine, klare, permanente wie auch periodische Gewässer mit dichter Vegetation entlang der Ufer. Weniger sind sie dem trüben Wasser vieler Vleys, kleiner, flacher Tümpel und überfluteter Niederungsgelände zugetan. Außerhalb der Brutzeit leben die Rotaugenenten gern gesellig; nach neueren Erkenntnissen scheinen sie in einzelnen Gebieten reguläre innerafrikanische Zugvögel zu sein, wie Beringungen erwiesen. Etwas abgesondert von den Schwimmenten bevölkern sie, teils zu beachtlichen Schwärmen vereint, die freien Wasserflächen der Seen.
Die Brutsaison erstreckt sich im Gesamtverbreitungsgebiet über alle Monate des Jahres mit Höhepunkten von März bis Juni sowie November und Dezember. Während dieser Zeit führen die einzelnen Paare eine zurückgezogene und ruhige Lebensweise. Rotaugenenten brüten bereits als einjährige Vögel und balzen bemerkenswert selten .Ihre Nester befinden sich gut verborgen im Grasoder im Ried nahe der Ufer, aber auch in der einjährigen Vegetation im Bereich der Seichtwasserzone. Es sind kompakte Bauten aus dem Pflanzenmaterial der Nestumgebung. Oft führt ein kleiner Tunnel oder ein Pfad durch die Vegetation zum Nest. Die Gelege bestehen meist aus  9, in den Extremen aus 6-15 hell gelblichbraunen Eiern. Wie die meisten Entenvögel deckt auch die Rotaugenente in den Brutpausen das Gelege mit Dunen ab. Die Brutdauer beträgt um 26 Tage.Die Küken sind sofort nach dem Abtrocknen sehr aktiv und geschickt im Schwimmen und Tauchen. In der Regel werden sie allein vom Weibchen geführt, man sah aber auch Erpel bei den Familien. Mit dem Flüggewerden der Jungenten beginnt die Vollmauser der Altvögel, die dann etwa 30 Tage flugunfähig sind. Bei den Jungtieren erfolgt innerhalb des ersten Lebensjahres nach und nach ein
kompletter Kleingefiederwechsel, ehe die Vollmauser einsetzt.

Nahrung in der Natur:
Die der Altvögel besteht zu einem beträchtlichen Teil aus kleinen Wasserlebewesen, den Hauptanteil stellen aber die pflanzlichen Stoffe. Untersuchte Küken hatten 20% beziehungsweise 50% tierisches Futter aufgenommen. Dem Nahrungserwerb gehen diese Enten meist tauchend, aber auch gründelnd und seihend nach.

Haltung und Zucht:
Nach DELECOUR (1959) sind außer einigen Weibchen der südamerikanischen Form  beide Unterarten erst 1920 respektive 1937 nach Europa importiert worden. Diese in England und Frankreich gehaltenen Paare brüteten nicht und verschwanden während des 2. Weltkrieges. Um 1950 sind beide Formen unter anderem durch den englischen Wildfowl Trust neu eingeführt worden, 1951 wurde dann das erste erfolgreiche Brüten aus Leckford, England, bekannt. Hier errichtete das Weibchen zwei große Nester auf trockenem Grund zwischen Gräsern und Binsen. Die Jungen wuchsen mit Peposaka - Küken auf ; das Dunenkleid beider Arten war nicht zu unterscheiden. In den 50er und 60er Jahren sind beide Unterarten mehrfach gezüchtet und teilweise auch untereinander gekreuzt worden.
Trotz ihre tropischen Herkunft erweisen sich die Rotaugenenten als recht hart und nicht besonders schwierig in der Haltung. Sie sind verträglich und lebhaft und können einschließlich der Fütterungsweise im wesentlichen wie die Peposakaente gehalten werden.
In den Privatanlagen wird die Art nicht sehr häufig gehalten, aber speziell von der afrikanischen Unterart werden regelmäßig Nachzuchten erzielt.