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Lebensweise: Moorenten führen während des ganzen Jahres ein recht unauffälliges Dasein. Sie leben zumeist paarweise, einzeln oder in kleinen Gruppen. Zur Brutzeit werden nahrungsreiche Flachteiche mit üppiger, zur offenen Wasserfläche hin schütterer Sumpf - und Wasserflora, seichte Buchten oder verlandende Teile größererBinnenseen und Altwässer bewohnt. Große Fischzuchtteiche und in Zentralasien flache Steppenseen sind bevorzugte Brutbiotope. In Mooren, wie es der Name vermuten läßt, brüten sie jedoch nicht. Ende März kehren die Moorenten auf die hiesigen Brutgewässer zurück. Die einzelnen Paare halten sich am äußeren Rand der Schilf - oder Seggenbestände auf. Abgesehen von den Verfolgungsflügen verläuft die Balz relativ ruhig und unscheinbar. Das Nest wird im Sumpf - oder Verlandungsgürtel dicht über dem seichten Wasser auf Kaupen oder umgebrochenem Altschilf, auf Dämmen oder kleinen Inselchen - teilweise bei geringer Deckung - erbaut. Nur selten steht es weiter vom Waser entfernt. Der Nestbau ist wenig umfangreich und besteht aus Material der Nestumgebung. Die Ablage der 6-10 rahmgelblichen Eier erfolgt ab Mitte Mai bis Mitte Juni, bei späteren Bruten dürfte es sich um Nachgelege handeln. Die Brutdauer beträgt 26 - 28 Tage. Die Erpel halten bis gegen Ende der Bruttage fest zum Weibchen und ruhen während dieser Zeit nahe dem Nest auf dem offenen Wasser. Mit dem Einsetzen der Mauser, die etwa mit dem Schlupf der Küken zusammenfällt, trennen sich die Erpel von den Familien, und die etwas später mauserden Weibchen übernehmen die Führung der Jungen. Die Aufzucht erfolgt anfangs im Seichtwasser der Uferzone, später auf der freien Wasserfläche.
Nahrung in der Natur: Sie wird vorwiegend durch Tauchen im Flachwasser aufgenommen und besteht - ähnlich wie bei der Tafelente - zum größten Teil aus Vegetabilien, weniger aus Kleinlebewesen.
Haltung und Zucht: Moorenten sind verträglich, anspruchslos und robust. Durch ihre hohe Bewegungsaktivität beleben sie die Wasserflächen der Gehegeteiche und werden dementsprechend gern in Zoos, Tierparks und Privatgehegen gehalten. Ihre Unterbringung erfolgt vorzugsweise auf größeren, um 80cm tiefen Teichen mit natürlichen Uferbewuchs, doch ist die Zucht auch auf künstlichen Wasserbecken möglich. Auf eisfreien Wasserflächen können Moorenten im Freien überwintern. Besondere Nahrungsansprüche werden nicht gestellt; Moorenten tauchen gern Getreidekörner vom Teichgrund auf und verwerten somit jenes Futter, das von den Gründelenten in das Wasser getragen wird, für sie aber nicht mehr erreichbar ist. Moorenten sind leicht züchtbar. Bald nachdem die Mauser in das Alterskleid beendet ist (Spätherbst des Geburtsjahres), beginnt das Werben der Erpel um die Ente. Ein leises Surren und betonte Kopf - Hals - Bewegungen wie das “Nickschwimmen”oder das”Kopfzurückwerfen”des Erpels und das “Hetzen” des Weibchens sind typische Ausdrucksformen. Die Moorenten balzen von November bis Mitte April, und beginnen meist Anfang Mai mit dem Legen. Nestanlagen in Seggenkaupen, Körben, Hütten und Nistkästen. Gelegt wird täglich, meist morgens. Erst - und Zweitgelege um 8, Drittgelege 5-6 Eier. Die Brutdauer beträgt im Mittel 26-28 Tage. Die robusten Küken sind leicht aufzuziehen, Anleitungen zur Futteraufnahme brauchen sie nicht, wenige Tage alt nehmen sie begierig Wasserlinsen und Mischfutter auf. Reichlich drei Wochen nach dem Schlüpfen beginnt die Befiederung der Flanken, nach weiteren zwei Wochen entfalten sich die Schwingen, und mit 6-7 Wochen sind die Tiere im wesentlichen befiedert, die Schwungfedern aber noch nicht ausgewachsen. In dieser Zeit verfärbt sich die Iris des Erpels. Im gleichen Herbst mausern die Moorenten in das Alterskleid, die geschlechtlich Reife tritt gegen Ende des ersten Lebensjahres ein.
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