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Lebensweise: Die Kapente ist in vielen Gebieten Afrikas weit verbreitet, aber nur an wenigen Stellen ist sie wirklich häufig anzutreffen. In einzelnen Distrikten Südafrikas, wo diese Art ohnehin am zahlreichsten vertreten ist, wird in letzter Zeit noch eine gewisse Zunahme verzeichnet. Die Kapenten bewohnen flache, offene Binnenseen und Vleys in den Savannen - und Niederungsgebieten, aber auch Salzpfannen, Flußmündungen und brackige Küstengewässer. Außerhalb der Brutzeit bilden sie kleineTrupps, vergesellschaften sich gern mit Rotschnabel - und anderen Schwimmenten und streichen im Brutgebiet mit ihnen umher, ziehen aber auch-wenn es die Gewässerbedingungen erfordern - über größere Entfernungen. Die Brutzeiten sind in den einzelnen Gebieten sehr unterschiedlich und erstrecken sich allein in Südafrika über alle Monate des Jahres. Verstärkt fand man die Bruten im Kapgebiet von August bis Oktober, in Kenia im April und Mai. Die Nester befinden sich stets in der Bodenregion, so unter kleinen Stäuchern, im Grase oder zwischen Sumpfpflanzen, bevorzugt auf Inseln. Wenig verdeckte und liederlich erbaute Nester sind ebenso bekannt wie solche im dichten, hohen Gras ausgelegt mit trockenen Halmen vielen Dunen und einzelnen Konturfedern. Die Gelege enthalten 6-11, im Schnitt 8 cremefarbene, gelblichweiße oder gelblichbraune Eier. Die Brutdauer beträgt 25-27 Tage. Das Weibchen brütet allein, der Erpel bewacht das Nest und führt später die Jungen mit. Wohl deshalb ist es möglich, daß im Mittel 5-6 Junge pro Gelege groß werden, ein überdurchschnittlicher Wert bei Anatiden. Die Befiederung der Jungenten verläuft wie folgt: in der 2. Woche entfalten sich die Schwanzfedern, in der 3.die Schwingen; in der 4. sind die meisten Dunen durch Konturfedern ersetzt, volle Befiederung mit mit 6 Wochen, Flugfähigkeit ab 7. Woche. Geschlechliche Reife nicht wie bisher angenommen ab 2., sondern schon gegen Ende des 1.Lebesjahres.
Nahrung in der Natur: Sie besteht zu weniger als 20% aus Grünteilen und Samen von Wasserpflanzen. Die Hauptnahrung besteht aus kleinen Wasserinsekten, Kleinkrebse (wie Wasserflöhe) und Kaulquappen. Speziell die Kleinlebewesen werden mit dem konkav gebogenen Schnabel aus seichten Salzwasserseen und Lagunen gefiltert.
Haltung und Zucht: Erstimporte und Erstzucht erfolgten durch McLEAN(England), im März 1938 erhielt er 6 Tiere aus Südafrika und zog damit im gleichen Jahr 4 Junge auf. Heute gehören die Kapenten zu den häufig in Zoos und Privatanlagen gehaltenen Arten. Sie sind jedoch nicht sehr winterhart und können während der Brutzeit kleine und mittelgroße Entenarten arg bedrängen. Mit entsprechenden Paaren gelingt die Zucht in Kleingehegen ebenso wie in Zooanlagen, der Teich sollte jedoch 70cm tief sein (Kapenten tauchen gern ) und das Gehege für die Nestanlage eine Bodenvegetation aufweisen.Brut und Kükenaufzucht weisen keine Besonderheiten auf , bis zu 2 Nachgelege sind möglich. Wie bei den Freilandpopulationen ist auch bei den Gehegetieren der Legebeginn recht unterschiedlich. Die hiesigen Weibchen legen etwa ab Mitte April,i m Wildfowl Trust reicht die Spanne von Februar bis Juni,und McLEAN fand nach dem kalten Winter 1939 bereits am 25.Februar ein Gelege von den ein Jahr zuvor importierten Tieren. Die Nester werden in Nisthöhlen oder im Grase angelegt. Brutaktivitäten setzen auch bei Gehegetieren gegen Ende des ersten Lebensjahres ein, viele Paare beginnen erst ab zweitem oder drittem Jahr mit der Fortpflanzung.Während die immat.Tiere normal im Sommer mausern, wechselt zumindest ein Teil der Altvögel im März oder April die Schwingen und wird dann brutaktiv. Dagegen führen in Südafrika gehaltene Kapenten nur nach der Brutzeit eine Mauser durch, während der sie 22 - 23 Tage flugunfähig sind; dabei wird kein Ruhekleid angelegt. Die Jungtiere wechseln im Alter von 3 Monaten das Kleingefieder.
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