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 Halsringente
Halsringente Bild
Halsringente Karte

Lebensweise:
Die Hauptbrutgebiete der Halsringente befinden sich an den stark struktuierten,
weiträumigen Flachseen der offen Prärielandschaften Nordamerikas. Bevorzugt
werden moorige Sumpfniederungen mit Seggenfluren, die von Zwergsträuchern
und Gebüsch durchsetzt sind. Ab Ende März, meist im April werden diese Brutgebiete erreicht, die Tiere sind gepaart und besetzen wenig später die Nistreviere. Die Gelege befinden sich auf Bülten und im Gesträuch der Seggen - Zwergstrauch - Vegetation, gern auf Inseln und im Flachwasserbereich.
Das eigentliche Nest wird während der Eiablage vom Weibchen errichtet und etwa ab 6.Ei spärlich mit Dunen ausgekleidet. Vollgelege enthalten 6-14, Nachgelege 5-9 dunkel olivgelbliche Eier. Die Brutdauer beträgt 26-27 Tage. Nach Brutbeginn wird die Bindung zum Erpel lockerer und löst sich bald auf. Die Küken schlüpfen mit knapp 40g, beginnen nach dem 16. Tag mit der Befiederung von Flanken und Rücken und sind mit 49-56 Tagen flugfähig. Die Umfärbung in das Alterskleid beginnt im gleichen Herbst, die geschlechtliche Reife tritt etwa ab 10. Monat ein. Der Herbstzug setzt verstärkt im September ein, Anfang Oktober werden die Küsten - und ab Ende Oktober die Wintergebiete erreicht. Die meisten der Halsringenten wandern jedoch die Flußsysteme des Mississipi und anderer großer Ströme südwärts und überwintern in den Mündungsgebieten in Brackwasserbuchten und auf Binnenseen.

Nahrung in der Natur:
Sie ist überwiegend vegetarisch und besteht aus Knollen und Rhizomen der Seggen, aus Grünteilen und Samen vieler Wasserpflanzen und nur zu einem Teil aus Schnecken und Muscheln
.
Haltung und Zucht:
Die Haltung und Zucht der Halsringente setzte trotz der Attraktivität der Art
bemerkenswert spät ein, bis zum heutigen Tag ist die Halsringente kein häufig
gezüchteter Vogel. Die ersten Tiere gelangten 1935 nach Frankreich und Großbritannien, konnten jedoch nicht zur Fortpflanzung gebracht werden. Nach
1950 bemühten sich amerikanische Züchter um diese Art. Wildvogeleier wurden erbrütet und von diesen aufgewachsenen Tieren 1956 eine erste Nachzucht erzielt. Etwa seit dieser Zeit werden in Westeuropa Paare gehaltenund auch angeboten. Halsringenten sind wie Reiher - oder Bergenten anspruchslose und ausdauernde Pfleglinge, sie sind kälteunempfindlich und wie ähnliche Arten zu ernähren. Doch nur wenige Paare zeigen sich fortpflanzungsaktiv.