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Lebensweise: Als typischer Vertreter der Gründelenten bewohnt die Chilenenpfeifente vegetationsreiche Binnengewässer, wie flache Lagunen, Pampaseen, ruhige und versumpfte Wasserflächen der Flußniederungen. In neuerer Zeit wurden entlang der Andenvorgebirge Argentiniens die dort angelegten Stauseen und flachen Wasserrückhaltebecken besiedelt. Die Brutzeit liegt während des südlichen Frühlings, regional auch während der Regenzeiten. Die Gelege enthalten 6-9 weiße oder schwach cremefarbene Eier. Die Brutdauer beträgt 24-25 Tage Die Erpel beteiligen sich aktiv an der Jungenführung. Außerhalb der Brutzeiten vergesellschaften sich die Chilenenpfeifenten auch mit anderen Arten auf großen, offenen Seen einschließlich der Brack - und Salzgewässer der Küstenregionen.
Nahrung in der Natur: Sie gleicht weitgehend der der anderen Pfeifentenarten.
Haltung und Zucht: Die ersten Chilenenpfeifenten gelangten 1870 in den Zoo von London und 1871 in den Zoo von Berlin, Zuchterfolge wurden bereits 1878 aus Frankreich und 1875 aus dem Zoo Berlin bekannt. Heute gehören sie zu den häufigsten Arten in Zoos, Privatanlagen und auf städtischen Parkteichen. Das ganzjährig farbenfrohe Gefieder beider Geschlechter, die robuste Konstitution und die leichte Züchtbarkeit dürften die Gründe sein. Die Unterbringung der Chilepfeifenten erfolgt auf nicht zu engen Gesellschaftsteichen oder paarweise im Kleingehege. Zu befriedigenden Zuchterfolgen wird es hier wie dort kommen, doch wird auf engem Raum die Vegetation stark verbissen. Die Überwinterung ist auf eisfreiem Wasser möglich, sollte jedoch bei anhaltendem Frost im geschlossenem Raum erfolgen. Die Weibchen beginnen ab Anfang April mit dem Legen. Bei der Nistplatzwahl sind sie recht tolerant, bevorzugen jedoch dicht am Wasser aufgestellte Hütten. Der Erpel bewacht den Nistplatz und begleitet das Weibchen während der Brutpausen. Erst - und Zweitgelege enthalten bis 11, Drittgelege 6-8 Eier. Die Aufzucht der vitalen Küken bereitet keine Probleme, gebotenes Futter wird auch ohne Anleitung sofort aufgenommen. Etwa mit drei Wochen beginnt die Flanken - und Schulterbefiederung, ab der 5.Woche sind die Flügeldecken entfaltet und ermöglichen eine sichere Geschlechtsbestimmung. In diesem Alter beginnen auch die Erpel ihr arttypisches Pfeifen zu üben. Die Umfärbung in das Alterskleid setzt ab September ein und wird im Herbst weitgehend abgeschlossen. Die geschlechtliche Reife trtt bei einem Teil der Tiere mit 11 bis 12 Mpnaten ein; die Mehrzahl wird erst ab zweitem Frühjahr fortpflanzungsaktiv.
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