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Lebensweise: Bergenten leben in zwei Unterarten. Eine Unterart im Norden Europas bis zum westlichen Bering Meer und die andere im nördlichen Pazifikraum. Bergenten bewohnen während der Brutzeit großflächige und nicht zu flache Binnenseen der lichten Waldtundren, Hochmoore und alpine Birkenzonen, ferner die Schärenbereiche Finnlands und Schwedens. Im April treffen die Paare in den Brutgebieten ein; die Eiablage beginnt ab Mitte Mai, vielerorts Anfang Juni. Die Nester befinden sich im Ried, unter Büschen oder zwischen Felsgestein, bevorzugt auf Inseln, wo es zu kolonieartigen Brüten kommt. Das Nest wird dick mit Pflanzenmaterial und dunkelgrauen Dunen ausgekleidet. Die Vollgelege enthalten 6-12, meist 7-9 graugrüne, seltener bräunliche Eier. Die Brutdauer beträgt 24-25, auch 28 Tage. Die Erpel halten lange zum brütenden Weibchen, einzelne sind selbst bei den Familien beobachtet worden. Die Küken wachsen auf der ufernahen, freien Wasserfläche heran. Mit etwa 50 Tagen dürften sie flugfähig sein, mausern während des ersten Lebensjahres in ein nicht vollständiges Prachtkleid um und werden vermutlich gegen Ende des zweiten Lebensjahres geschlechtsreif. Die Wintermonate verbringen die meisten Bergenten-Populationen entlang der Meeresküsten innerhalb der gemäßigten Breiten.
Nahrung in der Natur: Überwiegend tierisch: Larven von Süßwasserinsekten, Süßwassermuscheln, Schnecken und Krebschen; auch Pflanzenteile. Bis in Tiefen von 2-5 m tauchend, nimmt die Bergente ihre Nahrung vom Grunde auf. Im Winter auf dem Meere besteht diese grundsätzlich aus Mollusken (Mies- und Herzmuscheln, Strand - und Schlammschnecken ), Custaceen und Ringelwürmern.
Haltung und Zucht: Regelmäßig gelangen einzelne überwinternde Bergenten in die Hand der Menschen und somit in die zoologischen Gärten, doch bemerkenswert selten in die Anlagen der Züchter und Liebhaber. Viele, besonders die auf großen, sauberen Naturteichen untergebrachten Tiere gewöhnen sich gut ein und leben dann in ausgezeichneter Konstitution über viele Jahre in den Gehegen. Bergenten sind absolut winterhart und verträglich. Sie werden ähnlich wie die Reiherenten ernährt, der Anteil an tierischen Futter (z.B.Garnelen ) soll möglichst hoch gehalten werden. Von den als Altvögel in Gewahrsam genommende Bergente pflanzen sich relativ wenige fort, deshalb galt die Art lange Zeit als schwer züchtbar. Da heute alljährlich in Zoos und in Privatanlagen Junge gezogen werden, ist es ratsam die Zucht mit einem aus Jungtieren zusammengestellten Paar zu beginnen. Die Unterbringung der Bergente, auch der gezüchteten Tiere, sollte auf nicht zu kleinen und 1m tiefen Teichen erfolgen. Bei mittlerer bis guter Wasserqualität sind diese Tauchenten ähnlich wie die Reiherenten zu halten und zu züchten. Die Eiablage erfolgt auch in Gehegen erst um die Mai-Juni-Wende. Die Geschlechtsreife tritt nach knapp einem Jahr ein.
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